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Lachender Mund
Weiße, ebenmäßige Zähne und festes Zahnfleisch signalisieren Gesundheit und Schönheit. Mit gezielter Pflege bleibt das Gebiss ein Leben lang erhalten.
Grafik: Kariöser Zahn
Bakterien und Zucker – dieses Duo gräbt äußerst erfolgreich Löcher in die Zähne. Denn nur einer von 100 erwachsenen Deutschen ist völlig frei von Karies.
Zahnuntersuchung
Erst ist das Zahnfleisch chronisch entzündet, dann wackeln die Zähne. Ohne rechtzeitige Maßnahmen droht Zahnausfall – und sogar Gefahr fürs Herz.
Zahnprothese für den Unterkiefer
Ein zahnloser Mund sieht nur bei Babys niedlich aus. Wenn Erwachsene Zähne verlieren, muss Ersatz her – in Form von Brücken, Implantaten oder kompletter Prothese.
Zahnbürste mit Zahnpasta
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Parodontitis lockert die Zähne

Mit zunehmendem Alter gehen mehr Zähne durch krankes Zahnfleisch und einen erkrankten Zahnhalteapparat verloren als durch Karies. Ursachen sind oft eine unzureichende Mundhygiene und fehlende zahnärztliche Betreuung.

Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates und zählt zu den häufigsten Erkrankungen der Mundhöhle. Es handelt sich dabei um eine entzündliche Reaktion auf bakterielle Stoffwechselprodukte, die im Zahnbelag (Plaque) entstehen. Das Zahnfleisch entzündet sich, und es bilden sich im fortschreitenden Prozess entlang der Zahnwurzel Zahnfleischtaschen. Zahnlockerung, Zahnwanderung und Zahnausfall können die Folge sein. Anzeichen für eine Erkrankung des Zahnhalteapparates können Zahnfleischbluten, Mundgeruch und ein schlechter Geschmack im Mund sein. Unter Umständen beeinflusst Parodontitis die Fähigkeit zu essen und auch die Auswahl der Speisen. Viele Betroffene wählen weiche und säurearme Kost, um Schmerzreize zu umgehen.

Die Mundhöhle ist eine Eintrittspforte für viele Bakterien in den Körper. Entzündungen im Mund können daher auch Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit haben. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass ein Zusammenhang zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Krankheiten, Atemwegsinfektionen und anderen Krankheiten besteht. Dies gilt besonders für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Sie müssen ganz besonders auf optimale Mundhygiene und regelmäßige Prophylaxesitzungen achten. Nur so lassen sich die Bildung von Plaque und Zahnstein gering halten und Entzündungen in der Mundhöhle vermeiden.

Im Gegensatz zur Parodontitis besteht bei der Parodontose (Zahnbettschwund) keine Infektion, sondern es handelt sich um eine vom Knochen ausgehende nicht-entzündliche Erkrankung.

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Professionelle Zahnreinigung – Zahnsteinentfernung bis zur Wurzel

Regelmäßige Zahnpflege ist Voraussetzung, um die Parodontitis therapieren zu können. Der Zahnarzt hilft, die Parodontitis zu beseitigen, indem er regelmäßig Plaque und Zahnstein entfernt. Auf diese Weise verringert er die Bakterienmenge.

Plaque und Zahnstein an der Zahnkrone lassen sich relativ leicht entfernen. Sitzen sie jedoch in den Zahnfleischtaschen, so ist eine tiefe Zahnsteinentfernung notwendig. Mit speziellen Instrumenten und Spüllösungen wird der Zahnstein gelockert und abgesprengt, anschließend wird die Zahnoberfläche poliert. Die glatte Oberfläche erschwert es Bakterien, sich dort anzusiedeln, und die entzündeten Zahnfleischtaschen können ausheilen. Eventuell ist zusätzlich eine Antibiotika-Therapie notwendig.

Die Anzahl der Sitzungen variiert je nach Ausmaß der Erkrankung, der Zahl der betroffenen Zähne und der Mitarbeit des Patienten. Ist keine Entzündungsfreiheit zu erreichen oder schreitet die Erkrankung sehr rasch fort, kann es sein, dass stark gelockerte Zähne entfernt werden müssen. Ist die Parodontitisbehandlung erfolgreich beendet, muss der Patient in regelmäßigen Abständen zu Kontrollterminen erscheinen, um das Behandlungsergebnis aufrechtzuerhalten.
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Hilfe aus der Apotheke

Haben Sie ständig wiederkehrende Entzündungen im Mundbereich, sollten Sie sich an einen Arzt wenden. Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandeln. Mittel gegen Entzündungen im Mund- und Zahnfleischbereich können nur wirken, wenn sie regelmäßig und ausreichend dosiert angewendet werden.
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Desinfizierende Mittel bei Entzündungen

Wenn eine Entzündung im Mund- oder Zahnfleischbereich vorliegt, helfen desinfizierende Mittel. Die sogenannten Antiseptika machen die krankheitsauslösenden Keime (Bakterien, Pilze) unschädlich und bekämpfen dadurch die Entzündung. Es gibt beispielsweise Lösungen zum Spülen, Gele, Sprays, Pastillen oder Lutschtabletten. Gelegentlich sind auch lokal wirkende, leicht betäubende Stoffe zugesetzt. Desinfizierende Mittel dürfen nur zeitlich begrenzt angewandt werden. Alkoholhaltige Mittel eignen sich nicht für die Behandlung von Kindern, Schwangeren oder Leberkranken. Beachten Sie die Hinweise im Beipackzettel.
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Bei Entzündungen der Mundhöhle, des Zahnfleisches oder bei Zahnfleischbluten haben sich auch Naturheilmittel bewährt. Sie enthalten als wirksame Bestandteile Auszüge von Arzneipflanzen wie Kamille (Matricaria chamomillae), Salbei (Salvia officinalis), Rhabarber (Rheum palmatum), Sonnenhut (Echinacea purpurea) oder Myrrhe (Commiphora molmol). Diese Mittel wirken antientzündlich und keimabtötend. Naturheilmittel mit ätherischen Ölen (Pfefferminzöl, Eukalyptusöl etc.) sind bei Mundgeruch wirksam. Achten Sie bei allen Produkten auf die Anwendungs- und Dosierungsanleitungen. Manche Naturheilmittel können vorbeugend zum Schutz des Zahnfleisches und zur Mundpflege eingesetzt werden. Andere eignen sich nur zur Behandlung von akuten Entzündungszuständen. Bitte beachten Sie auch die Angaben zu den „Gegenanzeigen“ im Beipackzettel. Einige Mittel dürfen beispielsweise nicht bei Kindern unter zwölf Jahren, bei Schwangeren und Stillenden angewandt werden. Dies ist häufig eine Vorsichtsmaßnahme. In den meisten Fällen gibt es keine wissenschaftlichen Untersuchungen zur Verträglichkeit der Produkte bei diesen Personengruppen.
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Blutendes Zahnfleisch
© Che/CreativeCommons
Zahnfleischbluten: Entzündetes Zahnfleisch blutet besonders schnell. Dafür genügen schon ein paar kräftige Striche mit der Zahnbürste oder der Biss in einen knackigen Apfel oder eine Brotkruste.
Zahnsteinuntersuchung mit Sonde und Spiegel
© iStockphoto
Zahnstein-Entfernung: Parodontitis-Patienten profitieren von der professionellen Zahnreinigung. Dabei werden in der Zahnarztpraxis alle weichen und harten Beläge entfernt – auch aus den Zahnfleischtaschen um die Zahnhälse.
Kamillenblüten
© iStockphoto
Kamillentee: Inhaltsstoffe von Kamille oder von Salbei können entzündetes Zahnfleisch beruhigen und Keime abtöten. Als Mundspülung schützen und pflegen sie das Zahnfleisch.
Service Rating Zertifikat: Sehr gut