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Lachender Mund
Weiße, ebenmäßige Zähne und festes Zahnfleisch signalisieren Gesundheit und Schönheit. Mit gezielter Pflege bleibt das Gebiss ein Leben lang erhalten.
Grafik: Kariöser Zahn
Bakterien und Zucker – dieses Duo gräbt äußerst erfolgreich Löcher in die Zähne. Denn nur einer von 100 erwachsenen Deutschen ist völlig frei von Karies.
Zahnuntersuchung
Erst ist das Zahnfleisch chronisch entzündet, dann wackeln die Zähne. Ohne rechtzeitige Maßnahmen droht Zahnausfall – und sogar Gefahr fürs Herz.
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Ein zahnloser Mund sieht nur bei Babys niedlich aus. Wenn Erwachsene Zähne verlieren, muss Ersatz her – in Form von Brücken, Implantaten oder kompletter Prothese.
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Karies - Säureangriff auf die Zähne

Karies wird durch Bakterien verursacht, die auf der Oberfläche von Zähnen, aber auch Kronen und Prothesen einen klebrigen Belag bilden und Zucker aus der Nahrung in Säuren umwandeln. Diese Säuren können den Zahnschmelz auflösen. An besonders anfälligen Stellen entsteht dadurch ein Loch im Zahn: Karies.

Im Überblick



Karies kann in jedem Alter auftreten. Schon die ersten Zähnchen von Kleinkindern können geschädigt sein, wenn ein Baby zum Beispiel gezuckerten Tee bekommen hat. Bei älteren Menschen entsteht Karies häufig an frei liegenden Zahnhälsen, wenn dort Nahrungsreste liegen bleiben. Man spricht dann von Wurzelkaries. Geht der Betroffene nicht zum Zahnarzt, wird aus einem anfangs unscheinbaren braunen Pünktchen ein Krater, der höllische Zahnschmerzen verursachen kann.

Mehrere Faktoren begünstigen die Entstehung von Karies:
  1. die Vermehrung der Bakterien im Zahnbelag durch schlechte Mundhygiene
  2. eine ungünstige Ernährung mit zu hohem Zuckeranteil
  3. Zahnfehlstellung
  4. Genetische Veranlagung

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Süßes und Klebriges schaden dem Zahn

In der Kindheit und im Alter sind Menschen am ehesten von Karies bedroht: Bei den einen ist der Zahnschmelz der Milchzähne relativ weich, die anderen weisen einen altersbedingten Substanzverlust auf. Und beide Gruppen schätzen Süßspeisen. Viele Senioren essen gern Milchreis, Pudding und Grießbrei, da diese Speisen nicht nur süß, sondern auch leicht zu verzehren sind, dafür weniger Fleisch oder knackiges Gemüse, das sie intensiv kauen müssen. Dadurch entsteht nicht nur mehr kariesfördernde Plaque, der reinigende Kaueffekt bleibt aus. Empfehlenswert ist es daher, während der Mahlzeiten Wasser zu trinken, um die Nahrung besser schlucken zu können und ein Kleben der Speisen an den Zähnen zu vermeiden.

Für die Entstehung von Karies ist die Häufigkeit des Zuckerkonsums wichtiger als die Menge an sich. Der häufige Zuckergenuss führt zu einem lang andauernden Säureangriff auf die Zähne durch Plaque-Bakterien.

Zucker ist nicht nur in Süßigkeiten enthalten. Er steckt auch in Säften, Limonaden, Keksen, Fruchtjoghurt und Konservenobst. Selbst deftige Fertiggerichte enthalten zur Geschmacksverfeinerung Zucker. Dabei ist es egal, ob es sich um weiße Raffinade, braunen Zucker, Honig oder Fruchtzucker handelt – den Zähnen schadet Zucker in jeder Form. Zuckeraustauschstoffe (Sorbit, Xylit, Mannit) als Süßungsmittel machen Lebensmittel gleichzeitig zahnschonend und kalorienärmer. Und: Plaque-Bakterien können aus Zuckeraustauschstoffen keine Säuren bilden, die den Zahn angreifen. Allerdings wirken Zuckeraustauschstoffe in größeren Mengen genossen stark abführend.
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Behandlung – So stopft der Zahnarzt Löcher

Bei der Therapie der Karies wird zunächst die erkrankte Zahnhartsubstanz entfernt. Dies geschieht mit Bohrern und seit Neuestem auch mit einem Laser. Die entstehenden Hohlräume im Zahn werden mit Ersatzmaterial gefüllt: Amalgam, Kunststoff, Keramik oder Gold.

Amalgam ist ein sehr haltbares Füllmaterial, zudem preiswert und leicht zu verarbeiten. Die silbergraue knetbare Masse ist die Standardfüllung für den Seitenzahnbereich. Nach kurzer Zeit ist der Füllstoff so fest wie der natürliche Zahnschmelz. Sein Einsatz ist umstritten, weil Amalgam Quecksilber enthält, das aus der Füllung in den Körper gelangt. Ob dadurch eine Gesundheitsgefährdung vorliegt, ist aber noch unklar.

Kunststoff (Komposit) als Alternative zu Amalgam ist weniger langlebig und teurer. Die zahnfarbene Füllung wird vor allem für Frontzahn- und Zahnhalsfüllungen verwendet. Kunststoff wird in einem verformbaren Zustand in den ausgebohrten Zahn eingebracht und durch Licht gehärtet.

Einlagefüllungen (Inlays) werden individuell angefertigt und erfordern ein Höchstmaß an Präzision und zahntechnischen Fertigkeiten. Es sind mehrere Behandlungsschritte in der Zahnarztpraxis erforderlich. Dazu gehören z. B. der Abdruck Ihres Ober- und Unterkiefers und die provisorische Versorgung des Zahnes. Inlays sind kostenintensiv und keine Kassenleistung. Sie zeichnen sich durch große Haltbarkeit aus.

Goldgussinlays eignen sich für alle Defekte im Seitenzahnbereich. Sie werden mit einem speziellen Zement im Zahn befestigt. Keramikinlays zeichnen sich durch eine perfekte, natürliche Ästhetik aus, da das Material der individuellen Farbe des Zahns angepasst werden kann. Diese Einlagenfüllung ist ebenfalls für Defekte im Seitenzahnbereich geeignet. Im Zahn wird sie mit einem aufwendigen Verfahren unter Verwendung eines Spezial-Kunststoffklebers befestigt.
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Prophylaxe – Zahnreinigung beim Profi

Wenn aus weichen Plaques harter Zahnstein entsteht, können Zahnbürste und Zahnseide nicht mehr viel ausrichten. Durch eine professionelle Zahnreinigung kann der Zahnarzt oder die Prophylaxeassistentin eine weitgehend plaque- und zahnsteinfreie Mundhöhle schaffen. Zur Prophylaxe (vorbeugende Maßnahmen) zählen auch die Anwendung von Fluoriden, das Versiegeln tiefer Fissuren (Rillen auf der Zahnoberfläche) und oft zugleich eine Ernährungsberatung. Jede Prophylaxe sollte von einer zahnärztlichen Untersuchung begleitet sein.

Die Individualprophylaxe beinhaltet Maßnahmen, die Karies vorbeugen. Sie wird für die Sechs- bis 19-Jährigen teilweise von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Für Erwachsene kostet sie rund 40 bis 100 Euro – je nachdem, wie hoch der Aufwand ist. Bei langer Behandlungsdauer und schwieriger Zahnstellung kann der Preis allerdings auch bis zu 130 Euro betragen.

Die Aufklärung über Krankheitsursachen und deren Vermeidung ist eine Säule der Individualprophylaxe. Die richtige Zahnbürste und Zahnpasta werden ausgesucht, Putztechniken am Modell demonstriert und geübt, die Umstellung auf eine zahngesunde Ernährung besprochen.

Die zweite Säule der Prophylaxe ist die Gebisspflege, einschließlich einer gründlichen Untersuchung. Der Mundhygiene- und Zahnfleischzustand werden geprüft und schriftlich festgehalten, um über einen längeren Zeitraum die möglichen Erfolge der Mundpflege zu dokumentieren. Danach werden die Beläge auf den Zahnoberflächen, in den Zahnzwischenräumen und in den Zahnfleischtaschen mit speziellen Instrumenten entfernt. Auch Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder Zigarettenkonsum beseitigt die Prophylaxe-Assistentin oder der Zahnarzt.

Sind alle harten sowie weichen Beläge entfernt, folgt die Politur der Zähne. Eine Politur ist sinnvoll, da Bakterien sich zuerst an rauen Stellen und in Nischen festsetzen.

Anschließend werden die gereinigten Zahnflächen mit einem Fluoridlack versiegelt. Das schützt die Zahnoberflächen vor den Säureattacken der Mundbakterien.
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Grafik: Kariöser Zahn
© Shutterstock
Wenn Karies sich erst einmal in den Zahnschmelz gefressen hat, lässt sie sich nicht mehr stoppen. Wer jetzt nicht zum Zahnarzt geht, riskiert Schmerzen und den Verlust des Zahns.
Karamellbonbons
© iStockphoto
Süße Zahngefahr: Klebrige Zuckerbomben wie Karamellbonbons fördern die Plaquebildung. Dabei ist es für den Zahnschmelz schädlicher, wenn man den ganzen Tag immer wieder nascht, als wenn man die halbe Tüte auf einmal verputzt.
Frau bei der Zahnbehandlung
© Shutterstock
Rettender Bohrer: Ein Loch im Zahn muss der Zahnarzt zunächst mit dem Bohrer noch etwas vergrößern. Erst wenn Karies gründlich entfernt ist, kann er den Zahn mit Füllmaterial auskleiden und abdichten.
Service Rating Zertifikat: Sehr gut