Angriffsziele sind Haut, Nägel und Gelenke
Dicke, weiß-silbrig glänzende Hautverdickungen sind für Schuppenflechte typisch. Sie bilden sich vor allem in Körperfalten, also Ellen- und Kniebeugen. Betroffene empfinden es als besonders störend, dass diese Hautplatten ständig Schüppchen verlieren. Die Haut ist an diesen Stellen sozusagen überaktiv und bildet sich von unten viel schneller nach als normal.Im Überblick
Die Psoriasis hat viele Formen
Die Schuppenflechte tritt in Schüben auf, wobei sich das Krankheitsbild meist während der Sommermonate bessert. Sie kann in verschiedenen Erscheinungsformen auftreten:
Bei der häufigsten Form,
Psoriasis vulgaris, finden sich die Herde an den typischen Stellen: Ellenbogen, Knie, behaarter Kopf, Steißbein.
Bei der
Psoriasis inversa (auch Psoriasis intertriginosa) finden sich die Herde bevorzugt in den Körperfalten, also in den Achselhöhlen, der Leiste, im Anogenitalbereich oder am Bauchnabel. Auch die Nägel können von der Psoriasis betroffen sein: Tüpfelnägel oder gelb-bräunliche Verfärbungen der Nagelplatte sind für die Nagel-Psoriasis typisch.
Bei der
Psoriasis arthropathica (Psoriasis-Arthritis) sind die Gelenke mit betroffen. Meistens sind dies Finger- oder Zehengelenke, die chronisch-schmerzhaft entzündet und geschwollen sind. Auch die Wirbelsäule kann beteiligt sein.
Für die seltene
Psoriasis pustulosa sind eitrige Hautbläschen typisch, die entweder am gesamten Körper oder nur an Händen und Füßen auftreten können.
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Ursache der Hauterscheinungen
Bei einem gesunden Menschen erneuert sich die Oberhaut innerhalb von etwa 26 Tagen. Während dieser Zeit bilden sich neue Hautzellen, und die alten werden nahezu unsichtbar abgestoßen. Bei der Schuppenflechte ist dieser Prozess stark beschleunigt, sodass sich die Haut an einigen Stellen innerhalb von nur sechs Tagen erneuert. Es zeigen sich scharf begrenzte gerötete Areale mit silbriger Schuppung.
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Folgen und Komplikationen
Oft leiden die Betroffenen unter lästigem Juckreiz an den betroffenen Stellen. Bei fünf bis 20 Prozent der Patienten können auch die Gelenke befallen werden (Psoriasis-Arthritis), was sehr schmerzhaft ist. Vor allem an feuchten Körperstellen wie der Analfalte kann es zu zusätzlichen Infektionen mit Hefepilzen und Bakterien kommen. Die schuppende Haut ist eine ästhetische Belastung, die auch zu psychischen Problemen führen kann.
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Verlauf der Erkrankung
Oft bricht die Schuppenflechte erstmalig während der Pubertät auf. Am häufigsten beginnt sie aber zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Dann spricht man vom Typ I. In Einzelfällen kann Psoriasis auch schon im Kindesalter auftreten. Eine Schuppenflechte wird als Typ II klassifiziert, wenn sie bei Personen ab dem 40. Lebensjahr in Erscheinung tritt. Der Verlauf ist bei jedem Patienten anders. Bei etwa einem Viertel der Patienten tritt die Krankheit nur einmal im Leben auf und heilt dann scheinbar aus, bei anderen Betroffenen wechseln sich Phasen mit starker Schuppenbildung mit Phasen ohne Hauterscheinungen ab. In den meisten Fällen ist eine Besserung während der Sommermonate zu verzeichnen. Vor allem im Herbst und Winter kommt es wegen trockener Heizungsluft und feuchtkaltem Klima vermehrt zu Schüben.
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Kerzenfleckphänomen und das „letzte Häutchen“
Patienten mit der häufigsten Form von Schuppenflechte zeigen typische Hautveränderungen, die auch Psoriasis-Plaques genannt werden:
- Rote Flecken auf der Haut, die mit trockenen, silbrig-glänzenden Schuppen bedeckt sind. Die Schuppen lassen sich wie Kerzenwachs ablösen (Kerzenfleckphänomen)
- Ein roter Randsaum umgibt die erkrankten Hautherde,
- Das Auspitz-Phänomen sichert die Diagnose: Lässt sich das „letzte Häutchen“ unter der Schuppenschicht abheben, tritt „blutiger Tau“ hervor: Die freigelegte Lederhaut sondert eine kleine punktförmige Blutung ab.
- Manchmal jucken die entzündeten Hautareale stark.
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