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descriptionFüße am Schwimmbecken
Sie vermehren sich, wenn das biologische Gleichgewicht der Haut nicht mehr stimmt: Haut- und Nagelpilz sind hartnäckig und müssen gewissenhaft behandelt werden.
descriptionFüße
In den Zehenzwischenräumen und überall dort, wo es warm und feucht ist, kann sich Fußpilz bilden. Der Pilz kann auch auf die Nägel übergehen.
descriptionFüße eincremen
Langfristige Behandlung ist wichtig: Auch wenn vom Pilz nichts mehr zu sehen ist, müssen die Medikamente weiter angewendet werden – um alle Sporen zu vernichten.
descriptionNagellack
Die Behandlung von Nagelpilz braucht Sorgfalt und Ausdauer. Medizinische Lacke merzen ihn oft radikal aus – müssen aber meist über Monate angewendet werden.
descriptionFüße in der Badewanne
Damit der Pilz nicht erneut auftritt, sollten Sie auf bestimmte Dinge achten – sorgfältige Hygiene und das Vermeiden von Feuchtigkeit sind das Wichtigste.
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Schuppen, Risse, starker Juckreiz

Haut- und Nagelpilze sind meistens gut sichtbar: aufgequollene Haut, Risse und Schuppen sind kennzeichnend, daneben auch lästiger Juckreiz. Nicht nur die Füße können von Mykosen betroffen sein: Auch behaarte Haut und Nägel sind Angriffsziele der Fadenpilze. Seltener kommen Hefe- und Schimmelpilzerkrankungen vor, die an anderen Körperstellen auftreten.

Im Überblick



Fadenpilzerkrankungen

Bei Pilzen, die überwiegend Fuß- und Fingernägel infizieren, handelt es sich meist um Fadenpilze, sogenannte Dermatophyten, die ausschließlich die oberste verhornte Hautschicht befallen. Besonders feuchte, warme Hautbezirke wie die Zehenzwischenräume, sind infektionsgefährdet. Durch kleine Verletzungen der Fuß- oder Fingernägel können sich die Fadenpilze aber auch in der Nagelplatte beziehungsweise dem Nagelbett ausbreiten.

Fußpilz

Die häufigste Erkrankung durch Fadenpilze ist die Zehenzwischenraummykose – allgemein auch „Fußpilz“ genannt. Sie macht sich dort als weißlich aufgequollene Haut mit Einrissen bemerkbar. Fadenpilze können sich aber auch an Hand- und Fußsohlen ausbreiten. Alle diese Hautveränderungen gehen mit starkem Juckreiz einher.
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Der Fußpilz kann im Prinzip am ganzen Fuß auftreten, am häufigsten findet man ihn jedoch zwischen den Zehen. Die Haut juckt, ist aufgequollen und gerötet. Es kann auch zu schmerzhaften Einrissen der Haut kommen. Sehr häufig ist der Zwischenraum der vierten und fünften Zehe betroffen. Tritt der Fußpilz am sogenannten Hohlfuß (Hohlraum am Längsgewölbe des Fußes) auf, entstehen Bläschen, Rötung und Schuppenbildung. An der Ferse macht sich eine Pilzerkrankung mit vermehrter Hornhautbildung und trockener Hautschuppung bemerkbar, diese kann auch an der ganzen Fußsohle auftreten.
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Pilze in den Haarfollikeln

Fadenpilze können sich aber auch in den Haarfollikeln ausbreiten und dort zu mäßigen bis starken Entzündungsreaktionen und Abszessen führen. Bei der oberflächlichen Form finden sich kreisförmig angeordnete Papeln und Pusteln, die an der Oberfläche schuppen. Die tiefer reichenden Formen finden sich vor allem im Bartbereich der Männer und bilden schmerzhaft entzündliche Knoten, teils mit Abszessbildung. Diese tiefe Form geht auch mit Lymphknotenschwellung und allgemeinem Krankheitsgefühl einher.

Am behaarten Kopf kann eine Fadenpilzerkrankung als Favus oder als Mikrosporie auftreten. Beide Formen findet man vor allem bei Kindern. Beim Favus bilden sich zwei bis vier Millimeter große schildförmige Schuppen, die zum Haarausfall führen können. Die Mikrosporie wird oft durch Haustiere übertragen und zeigt sich in Form von kreisrunden, geröteten Herden mit Schuppung. Im Verlauf der Erkrankung brechen die Haare in dem betroffenen Areal ab.
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Nagelpilz

Wenn die Nägel von Pilzen befallen werden, betrifft die Infektion überwiegend Fußnägel, viel seltener die Fingernägel. Die Nägel verdicken sich, verlieren an Glanz, werden uneben und rau. Man beobachtet weißlich-gelbliche bis bräunliche Färbungen. Das Nagelmaterial wird brüchig und reißt leicht ein. Manchmal heben sich die Nägel vom Untergrund leicht ab. Nagelpilz wird wie Fußpilz durch ein feuchtwarmes Klima begünstigt, auch hier sind Schwimmbäder oder Saunen mögliche Infektionsquellen. Besonders anfällig sind die Nägel durch Druckstellen oder wenn sie eingerissen und durch Feuchtigkeit aufgequollen sind (im Schwimmbad, in Gummistiefeln). Häufig entsteht eine Nagelpilzerkrankung auch durch eine vorausgegangene oder bestehende Fußpilzerkrankung. Besonders gefährdet sind Menschen mit Durchblutungsstörungen (zum Beispiel durch Diabetes mellitus) oder Immunschwäche.
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Erkrankungen durch Hefepilze

Candidose

Bei vielen Menschen leben Hefepilze als harmlose Mitbewohner im Darm. Erst wenn die Abwehrkraft des Körpers beeinträchtigt ist, können sie sich vermehren und zu Beschwerden führen. Die Candidose kann sich auch an anderen Schleimhäuten wie im Mund oder an der Scheide bemerkbar machen. Die Mundschleimhaut zeigt dann weißliche, abstreifbare Beläge, bei Scheidenbefall findet sich starker Juckreiz mit weißlichem Ausfluss. Hefepilze können sich aber auch in feucht-warmen Hautfalten ausbreiten (unter der weiblichen Brust, Achselhöhle, Fingerzwischenraum). Sichtbar sind dann juckende und gerötete, nässende Flächen mit randständigen Pusteln.

Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor)


Diese oberflächliche Hefepilzerkrankung bildet rötlich-braune Flecken aus, die in ihren Tönungen variieren können. Meist zeigen sie sich am oberen Rumpf und am Hals. Neben einem leichten Juckreiz bestehen keine weiteren Beschwerden. Besonders häufig ist diese Erkrankung in tropischen Ländern.
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Erkrankungen durch Schimmelpilze

Schimmelpilze spielen in Mitteleuropa eine eher untergeordnete Rolle. Sie können Ursache von Nagelmykosen und Mykosen des äußeren Gehörgangs sein. Bei Befall von Hand- und Fußsohlen bilden sich dunkle Verfärbungen.
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Zeh mit Nagelpilz
© iStockphoto
Auch am Nagel kann der Fußpilz auftreten. Die Nagelplatte verdickt sich, wird gelblich-weiß und brüchig.
Petrischale mit Hefepilz
© iStockphoto
Hefepilze leben bei vielen Menschen im Darm. Bei geschwächtem Immunsystem können sie an Schleimhäuten oder in Hautfalten zu weißlichen Belägen oder juckenden Rötungen führen.