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Schafgarbe - Achillea millefolium

Im Überblick



Der Begriff Schafgarbe umfasst zahlreiche, äußerlich kaum zu unterscheidende Pflanzen, die botanisch die Achillea-millefolium-Gruppe bilden. Der kräftige Stängel der Pflanze ist 30-100cm hoch, oben verzweigt und besitzt mehrfach fiederschnittige Blätter. Die kleinen Blütenköpfchen aus weißen oder rosafarbenen Zungenblüten sitzen in Doldenrispen.
Medizinisch verwendet werden die Blüten oder das Kraut. Inhaltsstoffe und Anwendungsgebiete entsprechen weitgehend denen der Kamille.
Deutscher Name: Schafgarbe
Botanischer Name: Achillea millefolium
Familie: Korbblütengewächse (Asteraceae = Compositae)
Blütezeit: Juni bis Spätherbst
Herkunft:
Europa, Nordamerika, Nordasien

Anwendungsgebiete

Aufgrund der Wirkstoffkombination ist die Schafgarbe - ähnlich der Kamille - vielseitig in ihrer Heilwirkung. Man verwendet sie bei:
  • Leichten Magen-, Darm- und Gallenstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Menstruationsbeschwerden
  • Wundstörungen
  • Hautentzündungen
Wie alle Korbblütler können vor allem bei äußerlicher Anwendung Allergien ausgelöst werden.

Dosierung und Anwendung

Tee:
2 Teelöffel (2-4g) Schafgarbenkraut mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Min. zugedeckt ziehen lassen, abseihen. 3-4mal täglich eine Tasse zwischen den Mahlzeiten trinken.
Tagesdosis: 4,5g Schafgarbenkraut oder 3g Schafgarbenblüten oder 3 Teelöffel Frischpflanzensaft oder 3g Schafgarbenblüten.

Sitzbäder:
100g Schafgarbenkraut werden mit 1-2l heißem Wasser übergossen, 20 Min. bedeckt ziehen gelassen und dann abgeseiht. Dieses Konzentrat gibt man zu 20l Badewasser.

Wirkungen

Das Schafgarbenkraut und die Blüten enthalten ätherisches Öl und die Alkaloide Achillein und Stychydrin, Gerbstoffe, Bitterstoffe und andere Substanzen. Die Wirkungen sind entzündungshemmend, krampflösend und antibakteriell.
Die Schafgarbendroge gehört zu den "Amara aromatica" (Bitterstoffdroge). Amara wirken bereits im Mund über Reflexe auf die Verdauungsorgane ein.

Hinweis

Nicht anwenden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Korbblütlern (z.B. Arnika, Kamillenblüten oder Ringelblumen)!
Vor allem die äußerliche Anwendung kann bei bestimmten Personen zu allergischen Hautreaktionen (juckende, entzündliche Hautveränderungen, Bläschenbildung) führen.

Nicht ohne ärztlichen Rat während Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!