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descriptionCheckliste
Welches Reiseziel ist das richtige, sind Impfungen oder eine Krankenversicherung für das Ausland nötig? Vor einer Reise müssen Sie an einiges denken.
descriptionReiseapotheke
Ob bei Sonnenbrand oder Durchfall: Mit einer gut ausgestatteten Reiseapotheke kann man den Urlaub unbeschwerter genießen.
descriptionKüstenlandschaft
Krankheitserreger als Souvenir mitbringen: Das will keiner. Wer verreist, sollte sich vorher ausreichend über Krankheiten vor Ort informieren.
descriptionSonne am Himmel mit leichten Wolken
Bei zu viel Sonne drohen Sonnenbrand und Hautkrebs, bei Insektenstichen bestimmte Reisekrankheiten. So können Sie sich davor schützen.
descriptionVerletzung am Fuß wird mit Erste-Hilfe-Maßnahme versorgt.
Zu viel Hitze, die Glasscherbe im Fuß oder eine Qualle berührt – im Urlaub passiert schnell einmal etwas. Die richtige Erste Hilfe verhindert Schlimmeres.
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Erste Hilfe auf Reisen

Je nachdem, wie Sie reisen und wohin Sie reisen, können unterschiedliche Situationen eintreten, in denen Sie selbst Erste Hilfe leisten müssen. Denn gerade in abgelegenen Gebieten ist häufig nicht sofort ein Arzt zur Stelle. Mit der richtigen Reiseapotheke und einigen Kenntnissen in Erster Hilfe können Sie dann Schlimmeres verhindern.

Im Überblick



Verletzungen

In eine Glasscherbe getreten oder an einer Wand aufgeschürft – kleinere Verletzungen passieren auch im Urlaub schnell. Meist hören sie jedoch von selbst auf zu bluten und sind deshalb unproblematisch. Kleinere Fremdkörper in der Wunde – etwa ein Glassplitter oder ein Steinchen – sollten mit einer Pinzette entfernt werden. Mit einem Pflaster aus der Reiseapotheke können Sie solche kleinen Wunden keimfrei halten.

Befindet sich dagegen ein größerer Fremdkörper in der Wunde, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Denn wird er selbst entfernt, sind Gewebeschädigungen und eine starke Blutung möglich. Auch bei Schnittwunden, die tiefer als einen Zentimeter sind, ist ein Arztbesuch nötig. Denn möglicherweise ist es erforderlich, die Verletzung zu nähen. Bis dahin kann ein Druckverband angelegt werden.

Ein Druckverband ist bei allen stärkeren Blutungen wichtig. Die Wunde sollte dazu möglichst steril abgedeckt werden. Darauf wird ein Druckpolster gelegt. Das kann beispielsweise eine noch eingerollte Mullbinde sein. Das Druckpolster wird mit einer weiteren Binde fixiert – und zwar so fest, dass die Blutung gestoppt, der Blutfluss aber nicht völlig unterbrochen wird. Zudem sollte die Wunde möglichst ruhig und hoch gelagert werden, bis ein Arzt zur Stelle ist.
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Zerrungen, Prellungen und Verstauchungen

Auf unebenem Untergrund beim Wandern oder am Strand knickt der Fuß schnell einmal um. Meist ist eine Zerrung die Folge. Auch andere stumpfe Verletzungen wie Prellungen oder Verstauchungen treten gerade beim Sport oder anderen Aktivitäten häufig auf. Bei leichteren Zerrungen, Prellungen oder Verstauchungen ist es meist bereits nach kurzer Zeit wieder möglich, den entsprechenden Körperteil ohne Schmerzen zu bewegen. Bei stärkeren Verletzungen schwillt die betroffene Stelle an, die Schmerzen sind stärker. Dann sollten Sie den betroffenen Körperteil kühlen und hochlagern. Zusätzlich können abschwellende Salben und ein Stützverband aus der Reiseapotheke helfen.
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Sonnenstich und Hitzeschäden

Starke Sonnenstrahlung auf den ungeschützten Kopf und Nacken kann zu einem Sonnenstich führen. Verantwortlich dafür sind die langwelligen Wärmestrahlen des Sonnenlichts. Zu den Symptomen eines Sonnenstichs gehören starke Kopfschmerzen, ein roter Kopf, Übelkeit und Erbrechen, Nackensteifigkeit, Schwindel, Fieber und Kreislaufschwäche.
Treten solche Symptome nach starker Sonneneinstrahlung auf, sollten Sie je nach Befinden des Patienten einen Notruf absetzten. Bringen Sie den Betroffenen anschließend an einen ruhigen, kühlen Ort und wickeln sie feuchte Tücher um seinen Kopf. Sie können außerdem seine Kleidung öffnen und den Oberkörper erhöht lagern. Kühle Getränke helfen zusätzlich.

Bei starker Hitze können auch Hitzeschäden auftreten. Dazu zählen zum Beispiel die Hitzeerschöpfung, der Hitzschlag oder der Hitzekollaps. Die Hitzeerschöpfung wird durch Flüssigkeitsmangel ausgelöst und verursacht Schwindel, Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen. Zudem wird die Haut des Betroffenen kühl, feucht und blass.

Daraus kann sich ein Hitzschlag entwickeln, bei dem der Körper nicht mehr in der Lage ist, die Körpertemperatur zu regulieren. Sie kann auf über 40 Grad Celsius ansteigen, die Haut wird trocken und heiß.

Beim Hitzekollaps wird der Patient kurz ohnmächtig. Ursache dafür ist eine hitzebedingte Fehlregulation des Kreislaufs.

Bei Hitzeerschöpfung und Hitzekollaps sollte der Betroffene an einen kühlen Ort gebracht und die Beine hochgelagert werden. Öffnen Sie außerdem seine Kleidung und geben Sie ihm kühle Getränke. Bei einem Hitzschlag sollten Sie genauso verfahren wie bei einem Sonnenstich.
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Verbrennungen und Verbrühungen

Beim Grillen oder Kochen in der Natur treten schnell einmal Verbrennungen oder Verbrühungen auf. Bei kleineren Brandwunden reicht es meist aus, sie mit kaltem Wasser zu kühlen. Das wirkt schmerzlindernd und verhindert Entzündungen. Wenn Blasen entstehen, sollten diese nicht aufgestochen werden. Platzt die Brandblase auf, ist eine möglichst keimfreie Abdeckung wichtig. Dazu eignen sich zum Beispiel Kompressen aus der Reiseapotheke.

Auch bei kleineren Verbrühungen reicht es aus, die nasse Kleidung zu entfernen und die Stelle zu kühlen. Eventuell festklebende Fasern der Kleidung sollten jedoch nur von einem Arzt entfernt werden.

Bei großflächigen Verbrennungen oder Verbrühungen reichen diese Erste-Hilfe-Maßnahmen nicht aus. Der Betroffene muss schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen oder von einem Notarzt versorgt werden, denn es droht ein Kreislaufschock.
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Knochenbrüche

Sind bei einem Knochenbruch kein Arzt oder Krankenhaus in der Nähe, helfen meist schon einige einfache Maßnahmen, um schlimme Folgen zu verhindern und die Schmerzen erträglicher zu machen. Wichtig ist, die gebrochene Stelle so zu stabilisieren, dass der Betroffene sie nicht mehr bewegen kann. Dazu können Sie vorhandene Materialien wie Kleidungsstücke, Decken oder Tücher verwenden. Bei einem Beinbruch kann auch ein Stock oder ein anderer länglicher Gegenstand zur Stabilisierung mit eingebunden werden. Verwenden Sie bei einem offenen Bruch möglichst ein sauberes Tuch, um die Wunde abzudecken.

Versuchen Sie jedoch keinesfalls, den gebrochenen Knochen selbst zu richten. Sie könnten bei dem Versuch Blutgefäße oder Nerven verletzen. Setzen Sie vielmehr einen Notruf ab oder bringen Sie den Betroffenen schnellstmöglich in ein Krankenhaus.
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Quallen

Quallen kommen in allen Weltmeeren vor. Auch im Süßwasser kommen manche Quallenarten vor. Einige Arten lösen bei Berührung Verätzungen der Haut aus, die zu Hautrötungen, Schwellungen, starken Schmerzen, Blasenbildung und in einigen Fällen zum Kreislaufkollaps führen können. Tödlich ist jedoch nur das Gift von drei Arten: der Würfelqualle, der Irukandji und der Portugiesischen Galeere. Informieren Sie sich vor der Reise über Quallen an Ihrem Reiseziel.

Bewahren Sie Ruhe, wenn Sie mit einer Qualle in Berührung gekommen sind und verlassen Sie sofort das Wasser. Eventuell noch an der Haut haftende Tentakel sollten Sie im Salzwasser abspülen. Süßwasser kann die giftige Wirkung noch verstärken. Sollten die Tentakel sich nicht abspülen lassen, schaben Sie sie vorsichtig mit einem Messer ab. Rubbeln Sie sie jedoch keinesfalls mit dem Handtuch weg. Anschließend können Sie die betroffenen Stellen mit Essigwasser spülen – außer bei der Portugiesischen Galeere. Eine weitere Möglichkeit ist, die Haut mit Sand zu bestreuen. Nach dem Auftragen des Essigwassers können Sie die brennenden Stellen auch mit Eis kühlen.

Wenn sich Ihr Allgemeinzustand verschlechtert, nachdem Sie mit einer Qualle in Berührung gekommen sind, sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen. Benutzen Sie als Helfer Handschuhe, um sich selbst zu schützen.
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Schlangen- und Spinnenbisse

In einigen Urlaubsländern leben Giftschlangen oder giftige Spinnen. Informieren Sie sich darüber am besten vor der Reise. Da Schlangen und Spinnen sehr scheu sind, kommen Bisse zwar selten, aber doch hin und wieder vor. Eine schnelle und richtige Erste Hilfe ist dann wichtig.

Bewahren Sie bei einem Schlangen- oder Spinnenbiss Ruhe, denn sie sind nur selten tödlich. Merken Sie sich den Zeitpunkt des Bisses und – wenn möglich – wie das Tier aussah. Der Betroffene sollte stabil gelagert und der entsprechende Körperteil ruhiggestellt werden. Decken Sie die Wunde ab. Sie sollten sie  weder reiben oder drücken noch komplett abbinden, aufschneiden oder aussaugen. Auch ein Antiserum sollten Sie nicht selbst einsetzen. All das sollten Sie einem Arzt überlassen. Bringen Sie den Betroffenen deshalb so schnell wie möglich in ein Krankenhaus (am besten im Liegen transportiert) oder setzen Sie einen Notruf ab.

Wenn Sie wissen, dass die Schlange oder die Spinne, die gebissen hat, extrem giftig ist und innerhalb von 30 Minuten keine ärztliche Hilfe eintreffen wird, können Sie die Kompressions-Immobilisationsmethode anwenden. Verringern Sie die Blutzufuhr mit einem Kompressionsverband. Beginnen Sie von unten nach oben mit einer elastischen Binde zu wickeln. Die Blutzufuhr darf jedoch nicht völlig unterbrochen werden. Eine Schienung und Ruhigstellung der Extremität ist dann ebenfalls empfehlenswert. Diese Methode kann jedoch erhebliche negative Folgen haben und sollte deshalb nur bei sehr giftigen Tieren in abgelegenen Gebieten angewandt werden.
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Skorpionstiche

Nur wenige Skorpionarten sind für Menschen gefährlich. Sie kommen in Mexiko, Brasilien, Tunesien, Algerien, Marokko sowie in Teilen Afrikas und Indiens vor. Informieren Sie sich am besten vor der Reise. Zu Skorpionstichen kommt es normalerweise nur, wenn sich die Tiere bedroht fühlen.
Bewahren Sie Ruhe, wenn Sie von einem Skorpion gestochen wurden und stellen Sie den betroffenen Körperteil ruhig. In der Regel schmerzt der Stich nur stark, ist aber nicht gefährlich. Treten nach dem Skorpionstich allerdings Durchfall, Erbrechen, Schweißausbrüche, Sehstörungen oder Muskelzittern auf, sollten Sie zum Arzt gehen. Bei Kindern sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.


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Aufgeklebtes Pflaster
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Verletzungen: Kleinere Wunden sind meist unproblematisch und heilen schnell. Ein Pflaster hält sie keimfrei.
Arm in Gips
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Bruch: Ein Knochenbruch muss in einem Krankenhaus behandelt werden. Zunächst kann man jedoch einiges selbst tun, um Schmerzen zu lindern und schlimme Folgen zu verhindern.
Schlange
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Biss: Schlangenbisse sind selten, da Schlangen sehr scheu sind. Ist es doch zu einem Schlangenbiss gekommen, ist die richtige und schnelle Erste Hilfe sehr wichtig.